Landaufschüttung soll marodes Helgoland retten

An diesem Sonntag entscheiden die Helgoländer per Bürgerentscheid über den größten Umbruch, der ihrer Heimatinsel seit 1952, als die einzige deutsche Hochseeinsel nach den Zerstörungen infolge des Krieges wieder aufgebaut werden konnte, bevorsteht.

Auf der Insel sind die Meinungen gespalten. Traditionsbewusste Insulaner wollen keinesfalls den “Brückenschlag” zur Düne, andere, vornehmlich aus der Unternehmerschaft, sehen darin die einzige Zukunftschance für den roten Felsen in der Nordsee.

In vielen Fenstern der Inselgemeinde hängen Zettel mit dem jeweiligen Votum: Ja beziehungsweise Nein zur Landverbindung. Eine klare Linie ist noch nicht erkennbar, die Auszählung am Sonntagabend dürfte spannend werden. In einem Brief an die wahlberechtigten Einwohner hat Bürgermeister Jörg Singer noch einmal für die Beteiligung geworben. “Wir entscheiden über die zukünftigen Entwicklungswege unserer Insel”, schreibt Singer. “Dieser selbstbestimmte Entschluss ist ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte Helgolands.” Das Regionale Entwicklungskonzept sei wie alle früheren Gutachten zum Ergebnis gekommen, dass Helgoland für ein “intaktes Inselleben” wieder wesentlich mehr Bürger, Gäste und Betriebe benötige.

In einem Maßnahmenkatalog wurde im Rahmen des Entwicklungskonzeptes aufgrund der durch Denkmal- und Naturschutz begrenzten Fläche ein Zuwachs von Land zur Debatte gestellt. Dabei kamen diverse Varianten zur Sprache, in den Vordergrund rückte auch nach diversen Einwohnerversammlungen die ursprünglich vom Harburger Investor Arne Weber ins Gespräch gebrachte Landverbindung von der Hauptinsel zur vorgelagerten Düne.

Genau darüber entscheiden die Helgoländer mit Ja oder Nein: Sind Sie für eine Landgewinnung durch eine Verbindung der beiden Inselteile von Helgoland?

Post Author

This post was written by admin who has written 9 posts on ClipFire.com.

Comments are closed.